Ein Schal für Zappendunkel

ACHTUNG! Dieser Beitrag wurde ursprünglich in unserem ehemaligen Forum veröffentlicht, daher kann die Formulierung an manchen Stellen unpassend für einen Blog wirken.

Jahaha wie der Titel schon andeutet geht es hier ums Stricken. Jepp richtig gehört, so richtig oldschool mit Nadeln und echter Wolle frei nach dem Thema „2 links, 2 rechts, eine fallen lassen“. Wobei ich den Sinn (noch) nicht verstehe warum man eine Masche fallen lassen sollte. Ribbelt sich dann nicht alles auf? (Wer nähere Erkenntnisse zu diesem Spruch hat, die mir den Sinn etwas begreiflicher machen können, wird hiermit gebeten dieses zu äußern. :-D

Da ich mittlerweile das Stricken als Hobby für mich entdeckt habe, habe ich beschlossen meinen Werken diesen Thread hier zu gönnen. Vielleicht kann ich ja noch jemanden ebenfalls vom Stricken begeistern, der dann auch seine Werke zur Schau stellen mag.


Aber nun zu meinem ersten Strickstück:
Ich wollte schon seit längerem mal Stricken lernen und als ich dann auf einer Seite für Langhaarträger/-innen ein sogenanntes Calorimetry entdeckt hab war mein Entschluß gefasst. Praktischerweise war ich kurze Zeit später mit meinem Vater und einer seiner Bekannten in den Niederlanden und habe dort einen Laden besucht der auch Wolle führte. Als ich die Bekannte fragte, ob sie stricken könne und sie dieses bejahte, hatte ich auch direkt jemanden gefunden der mir erklären konnte wieviel Wolle man denn so für einen Schal braucht und welche Nadeln ich dafür benutzen muss. Also hab ich direkt meine Erstausrüstung gekauft (und weil ich mir nicht so ganz sicher war, vorsichtshalber 2 Knäuel Wolle zuviel gekauft).
Danach saß ich mit meiner pinken Wolle (ich mag pink nicht, aber diese war die schönste die es dort zu dem Zeitpunkt gab) zuhause und habe diverse Internetseiten durchwuselt, mir Videos angesehen und beschlossen, daß ich meinen ersten Schal in „kraus rechts“ stricken werde.
Kraus rechts bedeutet, daß einfach alle Maschen rechts gestrickt werde, auf der Vorderseite sowie auf der Rückseite. Das ist für einen Anfänger wie mich simpel genug und es schaut eigentlich auch ganz hübsch aus. Ebenso hat es den Vorteil, daß sich die Ränder des Strickstücks nicht einrollen.

Nachdem ich einige Stunden das Maschen anschlagen geübt hatte konnte es dann endlich losgehen. 40 Maschen auf der Nadel und dann schön rechte Maschen „puhlen“. Anders als puhlen konte man das wirklich nicht nennen, da ich die Maschen so dermaßen fest gezogen hab, daß ich meine Stricknadel regelrecht mit Gewalt zwischen die Maschen drücken musste, um dann den Faden durch sie durch „puhlen“ zu können. Irgendwie dämmerte mir, daß ich was falsch mache, aber egal, trotzdem weiter gemacht. Irgendwann klappte dann auch das Maschen nachschieben nur noch mit Gewalt. Ich hab die Schuld aber vorerst den Nadeln gegeben, da diese recht stumpf vorne waren und durch ihre Länge recht unhandlich. Also hab ich mich mit neuen Nadeln versorgt, diesmal wurden es Rundnadeln (die Nadeln sind nicht so lang und mit einem Seil miteinander verbunden) die wesentlich spitzer sind als meine vorherigen Nadeln und siehe da es klappte besser… zumindest am Anfang, aber nach einigen Reihen wurde wieder alles zu fest.
Also nochmal mal fleissig Videos angeschaut und festgestellt, daß ich viel zu fest stricke (wer hätte es gedacht?) und den Faden total umständlich durch die Masche ziehe. Dann habe ich mich mit meinen neuen Erkenntnissen wieder an mein Schalähnliches Ding gesetzt und festgestellt, daß es nun viel besser klappt. Jedoch würde ein Schal ziemlich banane aussehen wenn er erst fest- und dann plötzlich locker gestrickt ist und irgendwie waren mir dann 40 Maschen doch etwas zu breit. Naja wenigstens konnte ich nun das Abketten üben (die letzte Reihe mit der das Strickstück sozusagen „verschlossen“ wird) und habe dann von Grund auf neu angefangen.
Diesmal wurden es nur 30 Maschen und ich habe so lange gestrickt bis der Rest vom ersten Knäuel und ein weiteres vollständig verstrickt waren. Mein Schal hatte nun eine Länge von ca. 1,70 m. Schnell noch die Fäden vernäht (die vom Anfang, dem Ende und der Stelle wo ich das neue Knäuel angefangen hatte) und dann Fransen angeknüpft. Komischerweise ist mein Schal aber mit einer Breite von ca. 19 cm gestartet und war am Ende ca. 22 cm breit und irgendwie auch an einigen Stellen recht ungleichmäßig am Rand, aber was solls bin ja Anfänger.
Irgendwo hatte ich gelesen, daß man gestrickte Tücher vor dem ersten Einsatz waschen sollte, also hab ich mir gedacht daß das für nen Schal auch nicht schlecht sein könnte und hab das Teil einer Handwaschung unterzogen. Witzigerweise hat sich mein Schal nach dem Waschen ein wenig in die Länge gezogen und das obwohl ich ihn nicht hängend sondern liegend hab trocknen lassen, aber etwas gutes hat es gehabt: nun ist er gleichmäßig breit und das gestrickte schaut im Allgemeinen wesentlich gleichmäßiger aus. Die Länge des Schals hab ich noch nicht nachgemessen, aber es dürften locker über 2 Meter sein.

So lange Geschichte zur Entstehung meines ersten Schals, aber nun will ich mal ein paar Bilder sprechen lassen:

selbstgestrickter Schal getragen
Einmal der Schal locker um den Hals geschwungen. Leider ist das Bild recht dunkel, da ich Bäume vor dem Fenster hab die sehr viel Licht schlucken und meine „Designerlampe“ an der Decke nicht wirklich viel Licht spendet. Den Blitz konnte ich ja nicht anschalten, da ich vorm Spiegel fotografiert habe und daß das ganze Bild verblitzt hätte.

schal02
Dann eine Aufnahme am Fenster, mit etwas mehr Licht. Hier kann man schön diese Rippen erkennen die beim kraus rechts Stricken entstehen.
(Bitte die Kürbishexe ignorieren, die hab ich mal vor Jahren angefangen zu bemalen. Recht schlampig wie man vielleicht erkennen kann. Hab in der Ecke der Fensterbank halt all meine Figuren stehen die ich nochmal neu bemalen will und da gehört diese Hexe auch zu.)

schal03
Und zu guter Letzt der Schal locker auf die Couch geworfen, damit man sich besser ein Bild von der Länge machen kann. Die Couch ist übrigens eine 3-Sitzer-Couch, mal als Info am Rande damit man sich die Größenverhältnisse besser vorstellen kann.
Vorne im Bild (auf dem Tisch) liegen übrigens die riesigen Nadeln mit denen ich angefangen hab (jetzt benutze ich die nur noch zum Maschen anschlagen und abketten) und das was da hinten in der Ecke liegt sind meine Rundnadeln auf denen schon mein zweites Projekt angefangen wurde, aber zu diesem erzähl ich mehr im nächsten Post, damit SMF nicht wieder meckert, daß ich zu viele Zeichen im Beitrag verwendet habe. (Memo an mich: im Admincenter unbedingt die maximale Zeichenmenge erhöhen!)

Nova
• ehemals Zappendunkel
• Nagellacksuchti
• Langhaarzüchterin (1b F/M ii - ZU 8,0cm - 95cm SSS)
• Gamerin seit dem Amiga 500 (Point&Click Adventures und alles was eine tolle Story hat)
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